Wer dem Arbeitsalltag irgendwie entfliehen möchte, der sucht sich im laufe des Jahres gerne mal ein Reiseziel im Ausland. Auch ich gehöre zu diesen Menschen und so hat es mich irgendwann einmal nach Ägypten verschlagen – Seitdem komme ich immer wieder hier her, auch mehrfach im Jahr. Ägypten hat einfach alles was ein guter Erholungsurlaub so braucht: Sonne, Meer, Aktivitäten und ist dazu noch preisgünstig.

Ich möchte euch nach meinen ganzen Jahren in Ägypten ein wenig Wissenswertes mitgeben, falls ihr euch für eine Reise dorthin entscheiden solltet. Es gibt hier durchaus das eine oder andere, worauf man achten sollte – Außerdem macht man vieles bei seiner ersten Reise nach Ägypten falsch, was man später bereuen könnte.

Wohin genau?

Hurghada, Sharm El-Sheik, Marsa Alam oder El Gouna? Das sind die gängigsten Reiseziele, wenn wir über eine Ägyptenreise sprechen. Am ehesten möchte ich hier Hurghada empfehlen. Warum? Der Flughafen ist direkt in Hurghada und wird häufig angeflogen, auch wenn man eine Reise nach Marsa Alam bucht. So ist der Transfer zum Hotel meist in 20 Minuten erledigt. Außerdem bietet Hurghada alles, was man in Ägypten erleben möchte bzw. macht es von hier aus problemlos möglich. Z.B. die berüchtigten Touren zu den Delfinen oder in die Wüste lassen sich hier am einfachsten und günstigsten buchen.

Sharm El-Sheik kommt Hurghada eigentlich sehr ähnlich. Ich selbst würde Hurghada Sharm El-Sheik jederzeit vorziehen, das ist aber mehr so ein persönliches empfinden. Wer allerdings mal am Coloured Canyon spazieren gehen mag, der kommt um Sharm-El Sheik einfach nicht drum herum. Marsa Alam ist wenig aufregend, Touren sind meist schwer zu buchen. El Gouna ist ein Paradies aber vergleichsweise auch teurer. Wer auf der Suche nach einem guten Urlaub ist aber wenig zahlen möchte, der kommt um Hurghada einfach nicht drum herum. Da es meine persönliche Präferenz ist, werde ich auch überwiegend über die Möglichkeiten von hier aus berichten.

Ägypten ungleich Europa

Wer nach Ägypten fliegt, der lernt schnell, dass es hier nicht so zugeht wie bei uns in Deutschland. Am besten kann man es so beschreiben, dass Deutschland reich und ordentlich, während Ägypten arm und chaotisch ist. Das sieht man schon beim Straßenverkehr: Die einzige Regel die es hier zu geben scheint ist “wer länger hupt, gewinnt!”. 🙂
Wer das erste mal auf Hurghadas Straßen unterwegs ist, wird binnen wenigen Sekunden wissen, wovon ich spreche.

Auch die Hygiene ist eine andere, was Bakterien leider häufig Tür und Tor öffnet. Aber keine Panik: Man steckt sich nicht direkt mit irgendeiner möglichen Krankheit an nur weil man seine Hände nicht jede Stunde desinfiziert. Hier wird leider häufig in Rezensionen übertrieben – Nichts desto trotz solltest du auf folgendes achten:

  • Nimm das Wasser aus der Leitung nie in den Mund
  • Verwende zum Zähneputzen stets Mineralwasser
  • Vor jedem Essen solltest du dir deine Hände mit Seife waschen
  • Meide, wenn möglich, Eiswürfel

Du merkst: Alles was mit dem Wasser zu tun hat ist eine potenzielle Gefahr. Das liegt daran, dass die Wasserversorgung in Ägypten nicht den Standards entspricht, wie sie in Deutschland gewohnt bist. Außerdem tummeln sich im Wasser immer eine ganze Reihe von Bakterien herum, welche dein Körper nicht kennt. Eiswürfel sollten grundsätzlich vermieden werden – Zwar gibt es Hotels, welche die Eiswürfel aus Mineralwasser herstellen, jedoch kann dies, vor allem bei großer Hitze in den Sommermonaten, den Magen verstimmen.

Auch das Lohngefüge in Ägypten ist ein anderes. Viele Menschen sind hier auf Trinkgeld angewiesen und das spürt man recht schnell. Du kannst dich kaum frei bewegen ohne “belagert” zu werden – Jeder versucht dir etwas zu verkaufen oder für “einen schnellen Dollar” irgendeinen Service anzubieten und leider bleibt das auch in der Hotelanlage nicht aus. Hotelshops können anstrengend sein und jeder Angestellte tut dir irgendeinen Gefallen ohne dass du danach gefragt hast.

Ankunft und Visum

Es gibt eigentlich wenig zu beachten, wenn du nach Ägypten fliegst. Wer dorthin reist, der benötigt zu erst ein mal ein Visum. Hier ist jedoch bereits Vorsicht geboten. In der Regel hat man sich ja eine Pauschalreise bei einem Veranstalter gebucht. Durch die lange Reise ist man bereits erschöpft, müde, vielleicht genervt und läuft einfach der Masse hinterher. Vor allem weil man sich unsicher in einem fremden Land fühlen kann, passiert es einfach viel zu häufig, dass man sich hier beim Visum, unbewusst, direkt abzocken lässt.

Wenn du in Hurghada ankommst, dann läufst du einen langen Gang entlang und wirst am Ende von “Reiseleitern” empfangen, welche ein Schild von deinem Veranstalter in der Hand haben. Wenn du dich an diesen Mann hälst, verweist er dich an einen Schalter wo du dein Visum bekommst. Verrückt: Auf dem Weg dorthin siehst du laufend Schilder auf welchen geschrieben steht, dass ein Visum nur 25 Dollar kostet, aber der Mann am Schalter verlangt plötzlich mehr. Man nennt das “Visum + Servicegebühr”. 🙂
Hier habe ich bereits alles erlebt – Von 30 bis 45 Euro ist alles dabei. Man kann das Visum natürlich auch direkt bei einem Bankschalter am Flughafen kaufen, das kostet dann auch wirklich nur 25 Dollar (Kann auch in Euro bezahlt werden). Der Bankschalter befindet sich unmittelbar rechts neben den Schaltern der Veranstalter. Man kann es nicht verfehlen – Da stehen immer nur so 2-3 Personen an.. die cleveren, die wissen dass es dort das Visum für weniger Geld gibt. Hin und wieder versucht dich einer dieser “Reiseleiter” zu seinem Schalter zu drängen, dann empfiehlt es sich einfach wortlos an dem Mann vorbei zu gehen und sich das Visum zu holen. Absperrbänder sind gern auch so aufgestellt, dass es auf dem ersten Blick so wirkt, als könnte man dort nicht hin gelangen – Das ist Käse. Der Bankschalter hat immer geöffnet. 😉
Wer in Ägypten mit der Heimatwährung “Ägyptische Pfund” bezahlen möchte, sollte auch gleich hier sein Geld tauschen, denn fairer kann das eigene Geld nicht gewechselt werden. Es ist aber nicht nötig unbedingt mit der Heimatwährung zu bezahlen, es wird sonst überall Euros und Dollars akzeptiert. Nur Münzen mögen Ägypter nicht so sehr, da sie diese nicht tauschen können.

Noch unerprobter Tipp: Inzwischen könnt ihr euch auch das Visum online besorgen (eVisa), ausdrucken und mitnehmen. Auch hier zahlt ihr nur 25 Dollar. Die Seite ist offiziell, weshalb es zu keinerlei Problemen kommen sollte: https://visa2egypt.gov.eg/eVisa/Home

Anschließend, wenn ihr euer Gepäck geholt habt, könnt ihr noch in den Duty Free Shops einkaufen gehen. Raucher haben zudem die Möglichkeit zuvor noch eine zu dampfen. Bevor ihr dann den Flughafen verlasst, gibt es noch die Möglichkeit sich bei Vodafone eine Sim Karte zu holen. Das empfiehlt sich generell, da man so immer Internet parat hat um wichtige Informationen zu suchen oder um im Notfall Hilfe zu holen. Nach Aktivierung kann es aber auch 2-3 Stunden dauern, ehe die Karte funktioniert. Übrigens gibt es neben dem Vodafone Shop noch einen “Orange” Stand – Wer keinen Net-/Sim-Lock hat, sollte hier vorbei schauen. Die Preise sind hier häufig günstiger. Jetzt könnt ihr den Flughafen verlassen – Eine Rückkehr ist aber nicht mehr Möglich. Ein mal raus, kommt ihr nicht mehr rein – Also zuerst alles im Flughafen erledigen und dann den Komplex verlassen.

Hier warten dann dutzende “Reiseleiter” – hier solltet ihr dann tatsächlich zu dem Menschen gehen, welcher von eurem Veranstalter ist. Dieser “sammelt” euch und bringt euch direkt zu einem Transfer-Bus oder einem kleinen 8-Mann Taxi. Am Ende, wenn ihr am Hotel ankommt, gibt der Fahrer häufig auch das Gepäck aus. Hier wird meistens Trinkgeld erwartet – Wie überall in Ägypten. 🙂

Lästige Verkäufer

Sie sitzen an jeder Ecke und ganz besonders am Strand werden sie schnell zur Plage. Das klingt jetzt hart aber nach wenigen Tagen Aufenthalt kann man ganz schön genervt sein. Die Rede ist von Verkäufern die immer und immer wieder versuchen, dir irgendetwas anzudrehen oder dich in ihr Geschäft zu ziehen.

Folgende Tipps kann ich dir geben, um deinen Urlaub so “Verkäuferfrei” wie möglich zu gestalten:

  • Sobald du das erste mal den Strand Betrittst, erkennen dich die Verkäufer an deiner hellen Haut. 😉
    Es wird nur wenige Minuten dauern ehe der erste bei dir ankommt und versucht dir einen Ausflug zu verkaufen.
    Sag dem Verkäufer, dass du bereits alle Reisen bei deinem Reiseleiter gebucht hast – Auch wenn es nicht stimmt, gebe zu Protokoll, dass du einen Schnorchelausflug, eine Quad-Tour, eine Stadtfahrt und einen Trip nach Luxor gebucht hast. Häufig werden die Verkäufer anfangen und von niedrigeren Preisen sprechen, ab hier solltest du die Verkäufer einfach ignorieren. Sie kommen gewiss kein 2. mal im Urlaub wieder auf dich zu. 😉 – Wo du die Touren später günstig buchen kannst, erkläre ich dir weiter unten
  • Alle anderen Strandverkäufer, wie z.B. Schwimmkurse oder Beauty kram, solltest du immer ignorieren. Noch beim “Hallo” sagen, einfach abwinken und die Augen schließen. Lasst euch einfach auf keine Diskussion ein, denn die Damen und Herren können sehr anstrengend werden. 🙂 Erfolgreich zwei Tage lang ignoriert, kommen sie in der Regel nicht mehr wieder. ACHTUNG: Wenn du natürlich eine Maniküre für meist unverschämte Preise buchen magst, dann sei offen. Denn zeigst du Kaufwille, sind die Verkäufer super nett – Aber Vorsicht: Dein Kaufwille spricht sich leider sehr schnell rum. 😉
  • Im Hotel kannst du die Hotelshops meist durch “clevere Wege” umgehen. Das ist von Hotel zu Hotel unterschiedlich. Ansonsten hilft auch hier: Einfach ignorieren und weiter laufen. Das lässt sich leider nicht abstellen.
  • In der Stadt ist besondere Vorsicht geboten: Auch ich hatte bereits ein Erlebnis, wo ich in einen Laden kommen sollte und wurde dann nicht mehr herausgelassen. Seitdem meide ich Geschäfte, schaue mir nur im vorbeigehen die Sachen an und bleibe nie stehen. So kommt man am besten durch die Straßen – Ab und zu stellt sich mal jemand vor dich und lässt dich nicht weiter gehen, aber dann einfach freundlich abwinken und dir deinen Weg um den Verkäufer bahnen.

Das klingt jetzt alles sehr hart von mir, allerdings ist es das was ich nach mehreren Aufenthalten in Ägypten gesehen und erlebt habe. Man muss natürlich die Verkäufer verstehen, die wollen auch nur irgendwie was verkaufen um über die Runden zu kommen, jedoch ist man deren häufig aufdringliche Art nicht gewohnt und das versetzt dich automatisch unter Stress. Selbstverständlich muss das nicht immer und bei jedem so sein, aber anders habe ich es leider erst in einem einzigen Geschäft erlebt.

Touren – Günstig buchen

Ich habe ja vorhin schon erwähnt, dass man am Strand die Verkäufer direkt abwimmeln soll, auch wenn man noch keine Reise gebucht hat aber eine buchen möchte. Mein Tipp: Bucht euch die Touren online auf GetYourGuide.
Im Ernst: Es macht exakt gar keinen Unterschied ob ihr die Touren am Strand, bei euern Reiseleiter oder im Internet bucht. Bei GetYourGuide habt ihr zudem noch “WhatsApp Support”. Wer mag, kann die Reisen auch direkt zuhause, im voraus schon buchen und bezahlen. Das “Teilnahme Ticket” solltet ihr ausdrucken – Ihr bekommt es aber auch noch mal per Mail. Bisher wurde das jedesmal akzeptiert.

Die interessantesten Reisen sind:

Schnorcheln mit Delphinen im roten Meer
Quad-Tour durch die Wüste
Schnorchelausflug zur UTOPIA Insel
Schnorchelausflug zur GIFTUN Insel
Fahrt nach Luxor
Fahrt nach Kairo
Tauchkurs mit Tauchgängen

Der “Strand und Reiseleiter Preis” beträgt beim Schnorcheln und Quadfahren gern mal 40-60 Euro. Bei GetYourGuide knackt man selten die 10er Marke. 🙂

Ganz ehrlich: Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

Übrigens: Wer einen Insel-Ausflug macht, sollte die “GIFTUN” Insel wählen. Die Utopia Insel ist nur ein winziges Fleck Sand im Meer, wo man sich für ca. 45 Minuten aufhält. 😉

Das wertvolle Trinkgeld

In Ägypten kommt man zwar ohne Trinkgeld durch den Urlaub, dass ist aber wenig erstrebenswert. Mit ein wenig Trinkgeld kann man sich den Urlaub deutlich schöner gestalten. Als Faustregel gilt für mich:

1 Woche Ägypten – 30 Euro Trinkgeld

Inzwischen nehme ich lieber noch 10 Dollar mehr mit. Wichtig ist, dass das Trinkgeld in 1$-Noten mitgeführt werden sollte. Es geht ja schließlich darum, fix jemanden etwas Geld zuzustecken – Günstiger und einfacher als mit einer 1$-Note kann es kaum gehen.

Wer den Hotelangestellten, dem Zimmerservice und den Pool-Boys immer wieder mal einen Dollar in die Hand drückt, der wird oft belohnt. Ich habe immer reservierte Liegen am Strand gehabt, ohne mich darum kümmern zu müssen. Ich habe immer zum Frühstück, Mittag und Abendessen meine Getränke nicht selbst holen müssen, und manchmal wird mir sogar das Essen an den Tisch getragen. Das ist schon alles sehr dekadent, doch machen es die Angestellten dort gern um den Dollar zu erhalten. Man darf nicht außer acht lassen, dass die Menschen in Ägypten darauf angewiesen sind. Das soll nicht würdelos erscheinen, wer mir meinen Urlaub so gestaltet, dass ich mich rundum wohl fühle, der bekommt von mir ein “Dankeschön”. Besondere Angestellte, welche mir regelmäßig den Tag versüßt haben, bekommen dann auch mal mehr als den Dollar. Die Menschen freuen sich und ihr habt einen tollen Urlaub – Was will man mehr? 🙂

Trips auf eigene Faust

Ich war nun ein paar mal in der Stadt, ganz ohne Reiseführer, und ich kann sagen, dass ich das nie wieder machen werde. 🙂
Auch wenn die Ägypter ein sehr gastfreundliches Volk sind, gibt es auch diejenigen, welche Menschen aus der “westlichen Welt” eher kritisch gegenüberstehen. Auch das auswärtige Amt warnt z.B. vor Erpressungen in Taxis. Entführungen kann das Amt ebenfalls nicht ausschließen.

Wer die Stadt erkunden möchte, der sollte sich lieber bei seinem Reiseleiter einen “Städtetrip” buchen, oder bei GetYourGuide. Bis heute sind mir die kleinen Gassen einfach nicht Geheuer und wer sich verläuft, kann vielleicht aufgrund von Sprachbarrieren nicht immer nach dem Weg fragen.

Der VIP Trick

Achtung vor folgendem Trick, welcher bei Touren, im Flughafen oder sonst wo angeboten wird:

Irgendwann möchte man euch irgendwo einen VIP Service anbieten. Ob nun bei einer Stadtrundfahrt, bei der Kontrolle am Flughafen oder beim einchecken im Hotel. Das soll meistens auch gut bezahlt sein, bringt aber nie Vorteile.

Bei einer Stadtrundfahrt bedeutet VIP, dass du/ihr alleine in einem Auto umher fahrt. Manchmal lässt man euch auch alleine ein Stück laufen. Hier ist es immer gut in einer Gruppe zu sein.

Am Flughafen werden häufig “VIP LINES” verkauft – für 20 Euro kommst du an der Schlange vorbei und kannst direkt einreisen. Gerade wenn zwei Flieger auf ein mal ankommen, wirkt die Schlange so lang und man hat das Gefühl, dass es noch eine Stunde dauern wird, ehe man hier durch ist – Aber Achtung: Die Schlange ist sicher in 10 Minuten durch, da die Mitarbeiter hier sehr schnell arbeiten. Außerdem muss man ohnehin auf das Gepäck warten – Und wenn man dann noch draußen steht, wartet man häufig ebenfalls bis alle Passagiere im Bus sind. Am Ende ist man also keine Sekunde schneller. 😉

Der VIP Service im Hotel ist häufig ein anderes Zimmer – Eine vermeintliche Junior Suite z.B. oder ein Zimmer mit Meerblick. Der Aufpreis ist häufig nicht gerechtfertigt. Wer ein Zimmer erhält, welches zu klein ist oder wo der Ausblick wirklich mies ist, der bekommt häufig ganz ohne Aufpreis ein anderes Zimmer an der Rezeption – Spätestens bei der Hotelführung.

Pharaos Rache – Die Magen-Darm Attacke

Wer sich über einen Aufenthalt in Ägypten informiert, stolpert auch immer über Berichte, wo sich jemand über Magen-Darm Probleme beschwert. Wer in Ägypten also plötzlich an Durchfall leidet, der kann sich in der dortigen Apotheke das Medikament “ANTINAL” besorgen. Es sollte niemals teurer sein als 5 Euro, häufig findet es sich schon für 2 Euro. Manche Apotheken nutzen aber die Beschwerden aus und lassen sich das Medikament mit fürstlichen 10-15 Euro bezahlen.

Wer nicht warten will, bis “das Kind in den Brunnen gefallen” ist, kann auch vorbeugen und sich ein Medikament mit dem selben Inhaltsstoff bereits in Deutschland besorgen. ACHTUNG: Übliche Magen-Darm Medikamente helfen hier meistens nicht – es sollten also exakt diese Kapseln sein! Ich selbst war immer von Magen-Darm Problemen betroffen und kann das Vorbeugen nur jedem raten.

Zum einen benötigst du dafür Perenterol forte .
Dieses nehme ich immer 3 Tage vor Abflug bereits ein und dann über den Urlaub hinweg. Sollte es doch ein mal zum Durchfall kommen, schmeiße ich Pentofuryl hinterher. Mit dieser Kombi bin ich bisher am besten gefahren. Ich kann euch sagen: Die Magen-Darm Beschwerden, wenn man sie erst ein mal hat, wird man kaum noch vor dem Heimflug wieder los. Das muss wirklich nicht sein.

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Hotelberichte – Nicht alles eklig was nicht glänzt

Bevor es in den Urlaub geht, sucht man sich ein Hotel aus und ließt die Berichte. Ist euch dabei schon ein mal aufgefallen, dass die Bewertungen nur durch zwei Extreme dominiert werden? Zum einen gibt es die Bewertung, dass alles super Spitze ist – Freundliches Personal, gutes Essen, saubere Zimmer. Und eine Woche später kommt die nächste Bewertung mit “geht gar nicht. Personal unfreundlich, Essen ungenießbar. Zimmer baufällig!”. Ruck zuck ist man verwirrt und verunsichert ob man das Hotel noch buchen sollte.

Das erste was ich euch sagen kann ist, dass es in Hurghada einfach kein Hotel gibt, welches an die Standards aus Deutschland heranreicht. Vielleicht irgendwo, für viele, viele Euros mehr, aber das ist eher die Seltenheit. Die Zimmer werden immer irgendwie veraltet aussehen, sind aber meist ordentlich. Das Personal hat immer viel zu tun, ist aber stets sehr bemüht. Das Essen ist fast in jedem Hotel nicht das Gelbe vom Ei, häufig fade und es gibt regelmäßig nur dasselbe, aber das wird nur in wenigen Hotels anders sein. Wer es akzeptiert, dass das Essen keinem 5-Sterne Restaurant gerecht wird, der wird auch das Essen nicht schlecht bewerten.

Natürlich gibt es auch “Katastrophen-Hotels”, aber was ich insgesamt sagen möchte ist, dass man sich wegen der einen oder anderen schlechten Bewertung nicht umstimmen lassen sollte, wenn es theoretisch das sonst perfekte Hotel ist.

Weitere Anmerkung: In noch keinem Hotel wo ich bisher war, gab es anständiges deutsches Fernsehen. ARD ja, mehr meistens nein. Es empfiehlt sich also entweder ein Tablet-PC mit Filmen einzustecken, oder aber ihr packt euch Filme auf ein FAT32 formatierten USB stick. Häufig finden sich USB Ports an den Fernsehern. 😉

Ausrüstung die man haben muss

Es empfiehlt sich ein paar Utensilien mit in den Urlaub zu nehmen, wenn man diesen so angenehm wie möglich gestalten möchte. Für eine Reise ans Rote Meer, sind vor allem Gegenstände für das Wasser interessant. Ich habe hier einmal ein paar “Must Haves” aufgeschrieben, wo ihr über die Anschaffung nachdenken solltet. Ob ihr jetzt eine Tauchermaske oder das klassische Schnorchel-Set bevorzugt, liegt an euch – Ich empfehle die Maske in Verbindung mit “Anti Fog” Spray. Man sieht dadurch einfach viel mehr. Hier lässt sich auch eine “Unter Wasser Kamera” befestigen – So kann man wundervolle und einzigartige Aufnahmen machen, vor allem wenn man eine der Touren zum schnorcheln bucht. Gute Sonnenmilch mit LFS 50 empfehle ich ebenfalls, zumindest in den Sommermonaten.

Absolute Pflicht: Wasserschuhe!
Die meisten Strände liegen so, dass man erst mal ein wenig in das Meer “hineinlaufen” muss um auch baden zu können. Ich selbst war anfangs kein Fan davon, aber inzwischen gehe ich nicht mehr ohne ins Wasser. Es läuft sich 10x angenehmer und so manchmal finden sich auch Spitze Gesteinsformationen oder sogar Lebewesen am Boden. Mit den Schuhen ist man geschützt. Wer sparen will, der sollte es nicht bei den Schuhen tun – Absolute Pflicht, wenn man mich fragt!

 

Abfahrtsstress

Wer am Hurghada Airport die Rückreise antritt, wird schnell die Struktur vermissen, welche man von deutschen Flughäfen gewohnt ist. Wir schimpfen ja gern über unsere Flughäfen, aber Hurghada setzt da gern noch einen drauf. 🙂

Man sollte auf jeden Fall Geduld mitbringen und sich auf ein wenig unkoordiniertes umherlaufen einstellen. Auch wird man doppelt durch eine Sicherheitskontrolle gedrückt. Klar, dass mag gut sein, wenn ich an die Sicherheitsbestimmungen denke, aber das Anstehen dauert häufig sehr lange.
Tipp: Achtet beim 2. Sicherheitscheck darauf, wo ihr ansteht. Das personal trennt hier nach Geschlecht und sagt einem das häufig erst viel zu spät. Dann muss man zurück und sich an der richtigen Schlange noch mal anstellen, während der Partner auf der anderen Seite warten muss. Stellt euch auch darauf ein, dass ihr hier die Schuhe ausziehen müsst. Tragt also auf jeden Fall Socken, wenn ihr nicht Barfuss sein wollt und wer schon Älter oder etwas kräftiger ist und Probleme mit Schnürsenkeln hat, der sollte sich vielleicht Sandalen oder Schuhe mit Klettverschluss anziehen.

Bei der ersten Kontrolle, kann es sein, dass ihr herausgezogen werdet und euern Koffer öffnen müsst. Das Sicherheitspersonal ist hier sehr streng, grob und meist unfreundlich. Wer mit Kindern reist, sollte diese darauf einstellen, dass die Männer nur ihre Arbeit machen und es nicht so meinen, denn auch mit diesen geht das Personal nicht sonderlich freundlich um. Das kann sich inzwischen auch geändert haben, aber bisher habe ich leider nur negatives erlebt.

Während ihr auf euern Flug wartet, könnt ihr die Zeit in den Duty Free Shops oder im Burger King verbringen. Es gibt dort auch kleine Stände, wo ihr belegte Brötchen und etwas Trinken kaufen könnt, allerdings sind die sehr, sehr teuer. Die Preise vom Burger King sind auf deutschem Niveau, also okay. Die Auswahl hier ist allerdings eine andere. Ich weiß auch nicht, ob man im Burger King mit Euro zahlen kann, ich nutze dafür immer eine Kreditkarte – diese werden hier anstandslos akzeptiert.

Ansonsten kann man hier nur sitzen und warten – Raucher haben hier noch die Möglichkeit in den dafür vorgesehenen Kabinen zu rauchen.

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